Über das Inserat bin ich auf Milena gestoßen: kurze Haare, auffällige Figur, „3 Stunden für 500“. Klingt nach einem klaren Angebot mit einer Frau. Genau das war es nicht.
Vor Ort war nicht nur sie da, sondern auch ihr Chauffeur: Ukrainer, Warze im Gesicht, bleibt im Raum, passt auf. Das Geld wird kassiert, und dann kommt das eigentliche Angebot: Ob ich nicht Lust hätte, mit ihr und ihm zu vögeln, Aufpreis 300. Heißt im Klartext: Die beiden verkaufen sich zusammen. Ich wollte eine Frau, sonst nichts. Stattdessen steht da ein Mann daneben, und man muss aufpassen, dass der Ukrainer nicht von hinten kommt, während man mit ihr beschäftigt sein soll.
Kommunikation geht sowieso nicht. Weder sie noch der Ukrainer sprechen Deutsch oder Englisch. Gar nichts. Alles läuft über einen Übersetzer am Handy. Darüber eskaliert es: Sie streitet mit dem Übersetzer und tippt Beleidigungen in die Tastatur, während ich direkt neben ihr stehe. Man zahlt, steht im selben Raum und wird über den Bildschirm beschimpft.
Service im Sinne des Inserats gab es keinen. Sie zieht sich nicht aus, hält nichts von den drei Stunden, stinkt nach Alkohol und liefert weder Zeit noch Leistung. Ob sie wirklich lesbisch ist, wie behauptet, oder überhaupt das ist, als was sie sich verkauft, kann ich nicht beurteilen. Sie macht nichts, was man nachprüfen könnte, und schiebt stattdessen den Chauffeur mit ins Geschäft.
Kurz: Das Inserat „3 Stunden 500“ ist der Köder für eine Frau. Vor Ort wird kassiert, der Mann bleibt dabei, es wird ein Trio für 300 extra angeboten, über den Übersetzer beleidigt und Streit gemacht. Wer nur eine Frau will: Finger weg. Das ist kein Missverständnis, das ist ein Setup zu zweit.