Prostitution in der Schweiz aus internationaler Sicht

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#87177 spektrum28
Ein spannender Beitrag im Blick: BLICK

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#87244 hannainbade
Meine wenigen Begegnungen mit anderen Frauen in dieser Branche haben mir gezeigt, dass es offensichtlich an Wissen darüber mangelt, wie man Werbung macht oder eine Wohnung mietet. Die Kosten dafür sind nicht so astronomisch, wie man denken mag. Ich gebe meine Wohnung auch gerne an Freundinnen weiter, wenn ich nicht arbeite, das ist fast kostenlos. Ein Tagesinserat kostet 12 Fränkli...

Mich schmerzt es einfach, zu hören, dass es Frauen in Studios gibt, die selbst bei Extraservices nicht das volle Recht auf ihre Einnahmen bekommen. Da fragt man sich doch, ob manche Leute die Bedeutung von Fairness und Respekt noch nicht ganz verstanden haben. Dazu kommt noch, dass ihnen gesagt wird, privat arbeiten sei zu schwierig, nur Risiko, wir haben ja so viele "exklusive" Gäste... Selten sehe ich ein Geschäft, dass für die Mädchen wirklich eine grosse Gegenleistung bietet. Beispielsweise kenne ich eine tolle Agentur, die international vermittelt und auch gewillt ist, Mädchen zu einem Sprachcoach zu schicken (zB. um einen französischen Akzent zu lernen und sich als Vogue-Model zu vermarkten). Aber auch dafür muss man als WG ein gewisses Interesse haben.

Aus Sicht des Kunden verstehe ich, dass manche Clubs sich einen Namen aufgebaut haben und für Hygiene, Fairness bekannt sind. Ich gehe auch nicht gerne Risiken ein, vor allem wenn es etwas intimes ist. Aber ich kann auch sagen, dass in einem der Zürcher Clubs, der ja sooo gut und bekannt ist, ich auch eine Frau gesehen habe, die in der Ecke original Crack geraucht hat. 

Es ist schön zu sehen, dass Petra und ich eine gemeinsame Leidenschaft für unseren Beruf teilen. Petra, ich wünsche dir viele weitere Jahre voller Erfolg und Gesundheit. Es ist wirklich erfreulich, dass es Menschen wie dich gibt, die sich täglich dafür einsetzen, dass Frauen sich wohlfühlen können. In der heutigen Zeit scheint das leider eine Seltenheit zu sein. Mach weiter so und alles Gute für die Zukunft!
#87238 natural
Auch das ist richtig: 
Ich muss hier mal die Studios, Bordelle, Clubs, etc. etwas in Schutz nehmen, auch wenn ich das nicht aus Sicht der Anbieter machen kann.

Da hast du recht Allan. Niemand hat gesagt, dass alle Studios/Bordelle/Clubs schlecht sind. Es gibt durchaus viele gute Beispiele, die die Frauen fair behandeln. Kritsiert wurden hier die zahlreichen schwarzen Schafe, die ja einschlägig bekannt sind. Man erkennt sie in der Regel schon auf den ersten Blick am primitiven Stil ihrer Inserate/Homepages und an den tabulosen Angeboten zu Dumpingpreisen (AO- 1h für 200.- und billiger etc.). Das gilt übrigens auch für private Anbieterinnen. Wer seinen gesunden Menschenverstand einschaltet, merkt sofort, wenn etwas nicht stimmt.
#87237 allan
Ich muss hier mal die Studios, Bordelle, Clubs, etc. etwas in Schutz nehmen, auch wenn ich das nicht aus Sicht der Anbieter machen kann.
Es stimmt natürlich, dass diese mitverdienen (Wenn es ein Verlustgeschäft wäre, dann gäbe es keine Bordelle), aber damit sind sie nicht alleine, Werbeplattformen verdienen mit, wenn eine selbständige Frau ein Zimmer oder eine Wohung mietet, verdient jemand mit, etc.
Für Frauen, die fähig und willens sind, ihr Gewerbe selbst zu organisieren, ist ein Bordell nicht notwendig.
Ganz offensichtlich gibt es aber auch Frauen, die dies nicht können oder wollen, und die deshalb lieber in einem Studio arbeiten.
Die Gründe dafür mögen unterschiedlich sein, vielleicht fehlt es am organisatorischen Vermögen (Sprache, Wissen, etc.), vielleicht fehlt das Startkapital für ein Mietkaution.
Manche mögen der Prostitution nur gelegentlich nachgehen, weswegen sie sich nicht darum kümmern wollen, Werbung zu schalten und ein Zimmer zu organisieren (und im dümmsten Fall ohne Kunden auf den Kosten sitzen zu bleiben). Oder die Frau will sich einfach nicht um das ganze Drumrum kümmern. Es arbeitet auch nicht jede Coiffeusse, Kosmetikerin oder Ärztin selbständig.
#87236 Petra
Guten Abend Hanna

Die Rosen gebe ich gerne zurück. 😉  Leider verstehst du meine Zeilen öfters falsch. 😉  Macht nichts, ich verzeihe dir und bemühe mich deine Fragen zu beantworten.

Ich hatte in den vergangenen 21 Jahren viele Frauen, die bei mir arbeiten wollten, die sich nicht freiwillig testen wollten. Weder für ihre eigene Gesundheit noch für die Gesundheit unserer Kundschaft.  🤔  Viele davon haben zuvor selbständig in Hotels, als Escort oder in einem Zimmer gearbeitet. Für mich nicht ganz nachvollziehbar aber jeder darf wie er möchte.

Und ja bei uns gibt es einen vertrauensvollen Austausch und auch Wertschätzung. Meine Perlen sind Menschen und keine Nummern!

Zum Thema Verdienst: Es gibt etliche intelligente und gut aussehende Frauen (egal ob jung oder reif) in diesem Gewerbe die nie mehr so arbeiten bzw. verwöhnen möchten, wie du das machst. Sie haben keine guten Erfahrungen gemacht. Diesen Frauen geht es primär nicht ums Geld, sondern um andere Dinge. Das ist doch auch gut so und muss nicht verurteilt werden. Jede Frau findet für sich den richtigen Weg; egal ob in einem Studio, Club, im Hotel, als Escort oder in einem Zimmer. Ich habe damit überhaupt kein Problem.

Arme WG's sind für mich Frauen, die Ende Monat viel mehr Tage übrig haben als Geld.  😉  Das hat absolut nichts mit Kleidern zu tun. Das sind zum Teil Frauen, die nebst dem Erotik-Job noch als Putzfrau, als Nanny usw. arbeiten und es trotzdem nicht reicht. Da sind oft Drogen- und/oder Alkoholprobleme, Kaufsucht (immer das neuste Handy), private Probleme, Schulden usw. im Spiel. Leider!

Hanna ich habe und muss die selbständigen Frauen nicht abstempeln. Ich habe lediglich etwas aus meinem Fundus bzw. meinen Erfahrungen erzählt. Nicht mehr und nicht weniger! 

Aus meiner Sicht gibt es für alle, die seriös und leidenschaftlich unterwegs sind, genügend Kundschaft. 🥰  

Weiterhin viel Erfolg und vorallem beste Gesundheit!
#87235 hannainbade
Liebe Petra,

ich muss zugeben, bisher hast du keinen besonders positiven Eindruck bei mir hinterlassen. Aber ich bin grosszügig genug, das auf mein eigenes Verschulden zu schieben. Lass mich dieses Mal einen konstruktiveren Ansatz versuchen.

Zu deinem Beitrag: 

- Wenn also eine deiner Frauen wegen Krankheit ausfällt, zahlst du ihr Lohnfortzahlung? Oder wie soll ich verstehen, dass "die Selbstständigen" vor einem Test zurückschrecken könnten, weil sie Angst vor Ausfällen haben? Ich sehe keinen Unterschied. Und was genau bedeutet "langjährige Erfahrung", um das beurteilen zu können? Erfahrung in Bordellen und Clubs, wo ein Austausch stattfindet? Oder rufst du jede private Dame persönlich an, um nach ihrem Befinden zu fragen?

- Bezüglich der "Vorteile" von Clubs: Angenommen, ich verdiene als Selbstständige brutto 5'000 CHF pro Woche. Davon gehen 500 CHF an die Wohnung und an Werbung also 10%, die ich sozusagen "verliere". Von einem Dienstleister, dem ich ja einen bemerkenswerten Anteil abgebe, erwarte ich, dass ihr mich nach Dubai vermitteln könnt, um für 30K von einem Kamel angeschissen zu werden. Ansonsten erkenne ich keinen Vorteil. Vielen Dank, dass ihr grosszügig alle 3 (!) Monate 500 CHF für mich beiseitelegt – ein Service, den ich auch kostenlos bekomme, wenn ich einen Testpunkt aufsuche.

- Was sind für dich "sehr arme" WGs? Ja, ich kleide mich vorher extra schmuddelig, damit sie ja nicht darauf kommen, ich könnte es mir auch selbst leisten.

An sich finde ich alles, was du machst okay. Man muss ja Werbung machen irgendwo. Aber "sog. private selbständige Frauen" abzustempeln finde ich nicht ok. Dabei benötigt es doch viel mehr Eigeninteresse, sich selber etwas aufzubauen.
#87234 silent1
Bezüglich tiefere Preise bei Legalisierung der sexarbeit muss ich widersprechen.  Eine einminütige Google Suche gibt 'Full Service' Angebote für umgerechnet 90 chf pro Stunde in London (ohne link, möchte dies nicht unterstützen) Wenn's illegal ist sind die Frauen sicher am Arsch. Der Preisdruck ist eher auf ein Überangebot zurückzuführen, u.a. EU Öffnung und vielleicht auch fehlende Kontrolle der Einhaltung dieser Bestimmungen. Aber das gilt für andere Branchen auch.
#87228 Vanybunny
Das ist gut zu wissen Petra, Danke für die Info. Mir wurde in der CH noch nie ein Abstrich im Rachen genommen.

Schön, das es bei dir so gut klappt! Ich persönlich finde eine Regelmässigkeit von drei Monaten aber auch etwas wenig wenn man von ca 200-400 Freier ausgeht.
Ich persönlich este mich alle 2-4 Wochen, jenachdem ob ich noch professionelle Drehs habe oder nur Escort. 

In der Praxis klingt das bezüglich den Studios gut, jedoch habe ich mehrere Jahre von Laufhaus über Salon zu Sauna Club gearbeitet und niemand hat sich dort jemals testen lassen.

Wenn Frauen einer Organisation vorbei kamen wurden sie direkt am Empfang wieder weg geschickt und ausgelacht. Würde mich also wirklich nicht darauf verlassen dass das an anderen Orten so gewissenhaft gemacht wird wie bei dir. (Übrigens waren die meisten dieser Betriebe unter "Schweizer Leitung"). 

Wie bekämen die Ausländerinnen ein Rezept für die Antibiotika? Und wer bezahlt es? Da wäre natürlich ein Arbeitsausfall schlechter wenn man nur für drei Wochen am Stück in der Schweiz ist, als wenn man hier wohnhaft ist. 

Jedoch rutschen wir hier evt. zu sehr vom eigentlichen Thema ab.
#87224 Petra
@Vanybunny   Meine Antwort auf deine Frage "Wird überhaupt jemals ein Abstrich im Rachen gemacht in der CH?": Ganz klar ja und für die Stassen-Prostituierten oder sehr armen WG's ist diese Untersuchung kostenlos! Es gibt einige Organisationen, die diesen Frauen helfen und sie unterstützen. 

Aus meiner langjährigen Erfahrung weiss ich, dass sich sehr viele sog. private selbständige Frauen nicht regelmässig testen lassen, weil sie bei einem Befund einen Ausfall befürchten und dann einige Tage oder Wochen nicht arbeiten dürfen (sofern sie sich an den ärztlichen Rat halten). Da ist das nächste Problem und hat absolut nichts mit Ausbeutung oder unfairen Bedingungen zu tun. 

Ein weiterer Vorteil von den Studios oder Clubs: Da können sich die Frauen vor Ort alle paar Monate kostengünstig testen lassen (beide Abstriche). So haben beide Seiten (Studiobesitzer und WG) eine gewisse Sicherheit. Ein Big5-Untersuch bei einem regulären Frauenarzt kostet gut CHF 500.-. Also bequemer und anonymer geht es ja wohl kaum noch! In meiner Verwöhnoase lassen sich alle Perlen freiwillig regelmässig alle drei Monate testen; besser geht nicht.  😉
#87222 Leonidas43
Was hier beschrieben, und als Retter in der Not angepriesen wurde sind für mich massive Grenzüberschreitungen und Infantilisierung.(Aber das ist auch nicht so überraschend. Per Zufall "Leonidas Verwöhnliste" gesehen wo Frauen zwischen 18-22 Jahre jung gemäss Schulsystem benotet wurden.... No comment! )

Dass du als Sexanbieterin vielleicht nicht den Vorteil einer Liste mit Bewertungssystem und Links siehst, mag sein. Einige Männer hier finden sowas aber vielleicht hilfreich. Und dass ich auf Teens stehe, mag dir vielleicht nicht gefallen, ist aber auch nicht dein Problem.

Wieso ich jedoch mit meinem Interesse an den WGs und meiner (bisher noch nicht notwendigen) Hilfsbereitschaft Grenzen überschreiten soll oder gar infantilisiere, das verstehe ich nicht ganz.
Ich bin kein Retter in der Not oder Superheld oder Ritter auf dem weissem Pferd.
Ich bin ein offener, hilfsbereiter und einfühlsamer Mensch, dem nach dem Sex seine Partnerin nicht scheissegal ist, sondern sich für sie als Person interessiert. Auch wenn sie Sexarbeiterin ist.
#87221 Vanybunny
Das ist in der Tat eine mega Ressource, Danke tuusig!
Die ständige Frage nach dem festen Partner, wenn man sich hier für knapp 400.- auf eigene Rechnung durchtesten lassen will nervt... 😉 

Absolut, ich liebe diesen Job, und bin für alles positive extrem dankbar und glücklich. Inklusive meiner lieben, respektvollen Stammkunden 🙂 
Die Legalisierung führt dazu, dass sich jeder herunterhandelt, um an die meisten Kunden zu kommen.

Ja, das scheint leider so zu sein.
#87220 hannainbade
Damit ich im Verlauf dieser Diskussion auch noch etwas sinnvolles beigetragen habe:
Hier kann man sich gratis testen lassen! https://www.cpzh.ch/en/ 
Ich muss dir aber recht geben, kein Abstrich vom Rachen.

Bezüglich tabulos: Angenommen, ich würde für 30 Minuten Spass mickrige CHF 70.- verlangen, hätte ich nach 1.5h bereits dasselbe Tageseinkommen wie in meinem vorherigen Job (KV, ausgelernt/im Studium). Für diesen musste ich pünktlich um 8 Uhr auf der Matte stehen, jeden Tag. Daher betrachte ich mein derzeitiges Einkommen als absolutes Privileg. Wenn ich Zahlen sehe wie 2000.-/1h tabulos, dann kitzelt der erste Teil mein Gehirn auch, aber um es in deinen Worten zu sagen, sehr schnell gefolgt von: "grusig".

Strassenstrich ausgenommen bedarf es nicht viel, um als Sexarbeiterin ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Die Legalisierung führt dazu, dass sich jeder herunterhandelt, um an die meisten Kunden zu kommen. Unsere Kunden verdienen auch nicht plötzlich mehr. Anders als Angebot/Nachfrage kann ich mir das bestehende Problem nicht erklären.
#87219 Vanybunny
Ehrlich gesagt, verabscheue ich jede dieser Unterhaltungen. 

Dito .... stimme dir da völlig bei allem zu. Musste schon schmunzeln ab dem Satz das sie alle meinen etwas Besonderes und besser als ihre Kumpels zu sein 😉 

Was hier beschrieben, und als Retter in der Not angepriesen wurde sind für mich massive Grenzüberschreitungen und Infantilisierung.
(Aber das ist auch nicht so überraschend. Per Zufall "Leonidas Verwöhnliste" gesehen wo Frauen zwischen 18-22 Jahre jung gemäss Schulsystem benotet wurden.... No comment! ) 

Bei einem jedoch widerspreche ich dir. Nur weil man Sexarbeiterin ist, und als Schweizerin privilegiert usw. heisst das nicht das man tabulos-Nachrichten kalt wegstecken muss.
Die einen mögen das können, mich persönlich nimmt das jedoch jedesmal auf vielen Ebenen mit.
Nicht zuletzt, weil es ganz klar viel zu viele verzweifelte Anbieterinnen in der Schweiz gibt, die es sich nicht leisten können diese Nummern zu blockieren. Finde dies ein weiteres Armutszeugnis das mich bestürzt.
Aber auch, weil sich hier, im Gegensatz zu UK wo sich jeder Einwohner alle 4 Wochen diskret, schnell und kostenlos auf Geschlechtskrankheiten testen lassen kann (auf Wunsch sogar im gratis Home-kit), selten jemand regelmässigen Tests unterzieht (wird überhaupt jemals ein Abstrich im Rachen gemacht in der CH?). Und die Sorte tabulos für 50.- garantiert zuletzt.

Auch wenn ich das siebenfache verlange und kein AO anbiete so kann ich dennoch nicht ausschliessen das diese Sorte doch auch mal bei mir auf der Matte steht und ich ihn dann ohne Gummi blasen muss (das wäre dann der nächste Punkt aber ich belasse es jetzt mal dabei).
Full circle moment zu meinem Anfangs-Kommentar "grusig".
#87218 hannainbade
Ich verstehe beide Seiten. 

Im Sexforum befinden sich Menschen, die entweder ein Interesse an der Erotikbranche oder an den Frauen haben, die in diesem Bereich tätig sind - was an sich ja auch ein Fetisch sein kann.

Viele meiner Kunden hegen den Gedanken, etwas "Einzigartiges" zu sein. Quasi - die anderen Freier mögen vielleicht weniger Smalltalk führen oder sparsamer mit Komplimenten umgehen, doch ICH, so empfinden sie, hege ein wirkliches Interesse daran, wie es dir geht oder in welchen Schwierigkeiten du dich befindest. Möglicherweise kann ich sogar unterstützen, denn ich habe Kontakte zu Personen, die dir einen "richtigen" Job verschaffen können.

Ehrlich gesagt, verabscheue ich jede dieser Unterhaltungen. 

Denn statistisch betrachtet gibt jeder dritte Schweizer monatlich 250 Franken für sexuelle Dienstleistungen aus. Daher ist keiner von euch wirklich besonders oder wohltätig. Wenn ich hässlich wäre, würde sich niemand für mich interessieren. Hätte nur die Suppenküche so viele engagierte Helfer wie ich! Ich habe anfangs eine Woche lang im Puff gearbeitet, in dem der Konsum von gewissen weissen Substanzen äusserst offensichtlich war - dennoch hat niemand genauer hingeschaut. Und ich bin auch nicht böse - wir beide wissen, dass für Sexarbeit kein Doktortitel vonnöten ist. 

Ich, jung und auf der Suche nach Geld, du, älter und auf der Suche nach sexueller Erfüllung. Du rudest also rechts, ich links, und wir kommen beide voran. Aber diese vorgetäuschte Wohltätigkeit empfinde ich als unangenehm. 

Ich kenne zwar Frauen, die unter wirklich sehr schlechten Bedingungen arbeiten, aber auch nur, um sich Louis Vuitton Täschli zu kaufen. Man könnte ja auch an die Migros Kasse? Oder Deutsch lernen für den Anfang? Es gibt Kinder, die in Afrika Windturbinen aus Müll zusammenbauen und ich soll traurig sein, weil ich auf meinem neuen iPhone eine Nachricht erscheint mit dem Wort tabulos? 

An dieser Stelle, es tut mir wirklich von Herzen leid für all die Frauen, die erpresst werden oder einen Zuhälter haben und keinen Ausweg finden. Ich finde darum, Leonidas sucht bereits nach den richtigen Anzeichen: Drogen (nicht zurechnungsfähig --> kann keinen Consent geben), Ausbeutung, Zwang 😀
#87212 Vanybunny
Nur noch etwas Leonidas, es sollte eben keine Notsituationen geben. Darum gehts ja. Wenn die Arbeitsbedingungen anständig wären dann müssten die armen Dienstleisterinnen in ihrer Freizeit nicht persönliche Infos mit Freiern teilen. 

PS Der Körper ist nicht käuflich, sondern die Dienstleistung. 

Alles Gute
#87211 SmartLover
Das sehe ich auch so.
Aber wie "man" in den Wald ruft, so tönt es zurück.
Und wenn egozentrisch Einsicht fehlt, nimmt die fatale Spirale ihren Lauf.
Ende der Durchsage und Amen
#87209 natural
Das dachte ich mir eben auch!
#87208 venten
Ich glaube in dieser Diskussion wird es nur Verlierer geben. Lasst es gut sein.
#87207 Leonidas43
Soso, ich stelle mich also als überheblich dar wenn ich den Girls Respekt und persönliches Interesse entgegenbringe.
Und "heldenhaft" soll es sein, wenn ich meine persönliche Telefonnummer herausgebe, um etwas die Gespräche zu vertiefen und die Person hinter dem käuflichen Körper kennenzulernen.
Dabei auch meine Hilfe in Notlagen anzubieten ist nicht heldenhaft, sondern sollte selbstverständlich für jeden Freier mit etwas Ehrgefühl sein!

Um einen früheren Beitrag zu zitieren:
Ich glaube, DU setzt dich gerade gewaltig in die Nesseln!

Übrigens lasse ich mich gerne kritisieren. Von Leuten die mich so gut kennen wie SmartLover. Nicht von dir, welche anscheinend die Zeit hat hier beleidigende Kommentare zu schreiben, aber nicht meine Berichte und Kommentare zu lesen!
#87206 Vanybunny
Sorry, aber habe gerade alle Beiträge nochmals durchgelesen und sehe absolut gar keinen Grund mich bei irgendwem entschuldigen zu müssen.

Das würde ich eher bei dir angebracht finden, "SmartLover" der meint, mein Feingefühl mit Mitmenschen in Frage stellen zu dürfen und mich persönlich attackieren zu wollen. 
Ich kann dir versichern das ich in meinem Beruf höchst erfolgreich bin und das nicht ohne Grund. 

Wer lesen kann, und brav in der Uni gelernt hat kritisches Denken anzuwenden, der versteht meinen Kommentar auch richtig. Er war kein persönlicher Angriff auf Leonidas, sondern es ist einfach so das man hört was man hören will und als Aussenstehender einfach nie die Einsicht hat, wie wenn man selbst Teil davon ist.

Als Dienstleisterin ist es auch unsere Aufgabe den Gästen eine schöne, aufmunternde Zeit zu schenken. Ich würde einem Kunden niemals erzählen wenn irgend etwas nicht stimmen würde oder ich private oder berufliche Probleme hätte.
Wir sind eine Fantasie, die vielleicht während der 2-3 Stunden die man gemeinsam verbringen darf auch Realität ist und so soll es auch sein. Alles andere finde ich unattraktiv und bad business. 

Im Kommentar steht lediglich das man 1+1 zusammen zählen soll, mit Beispielen von branchenüblichen Konditionen. 

Wenn ich Leonidas attackieren wollen würde, dann würde ich ihm jetzt das Helfer-Syndrom erklären, denn es klingt ja schon etwas überheblich wie heldenvoll er sich darstellen mag im Kommentar unten (zu SmartLovers Kommentar zurück, Nein, ich habe nicht allzu viel Freizeit um hier regelmässig mitzustöbern und mir Gedanken über die Persönlichkeiten anonymer User zu machen). 

Meine Kommentare hatten handfeste Beispiele aus dem Prostitutions Alltag einer privilegierten Person wie mir. Die Erfahrung der 85% Migrantinnen Sexarbeiterinnen in der Schweiz sieht wohl noch um einiges dünkler aus. 
Interessant ist auch der Bericht "Prostitution in der Schweiz" der Frauenzentrale Zürich. 
Als ich ihn zum ersten mal las war ich entsetzt, fand in misogynistisch und während ich noch immer nicht alle Ansichten teile, so verstehe ich den POV/Standpunkt mittlerweile doch etwas besser. 

Zum Thema UK, Wohnungen dürfen da nicht vermietet werden. Natürlich gibt es dies vereinzelt dennoch, so wie es vereinzelt auch illegale Bordelle gibt.
Jedoch gibt es weitaus mehr selbständige, unabhängige Einheimischn die dem Beruf nachgehen. Die Arbeiten entweder mit Outcalls, von Zuhause oder Hotels.
Deswegen ist es auch gang und gäbe das Kunden £20 bei Buchung der Escort anzahlen. 
Die Werbung wird auch viel einfacher, fairer für Freier und kostenfreundlicher für Dienstleisterinnen gehandelt. 
Perfekt ist es nirgends, das stimmt.
Das gängige Forum dort ist furchtbar und da schätze ich das Sexforum hier mit seiner professionellen und lieben Führung sehr.
#87199 SmartLover
Liebe Vannybunny
Du hast Dir gerade den falschen Freier geangelt, um Deine persönliche Frustsalve loszuwerden.
Der arme Leonidas war zur falschen Zeit am falschen Ort....
Wenn Du die Diskussionen hier regelmässig verfolgen würdest, hättest Du Dir eine andere Zielscheibe für Deine Frustentladung gesucht.
Und falls Du die Diskussion regelmässig verfolgst, dann ist Dir Dein Gespür für Menschen (zumindest in dieser Situation) gehörig abhanden gekommen.
Das könnte sich gerade in Deinem Beruf fatal auswirken.
Zum Glück gibt es den magischen Weg der Entschuldigung, wenn man mal gegenüber Mitmenschen auf dem Holzweg war und auch die Bereitschaft zur Einsicht hat...
Und seien wir ehrlich, die Schweiz ist nicht perfekt, die Briten auch nicht....
#87197 Leonidas43
@Vanybunny:
Du hast in deinem Beitrag direkt mich erwähnt, und mit der Bereitschaft tiefe Preise zu zahlen neben mir auch alle anderen Freier mit ein bezogen.
Ich lasse mir hier weder Vorwürfe machen noch ein schlechtes Gewissen!
Ich betrachte mich durch meinen Umgang mit den WGs als einen der positiven Kunden, der auch ein Ohr für sie hat und ihnen gar die Chance bietet, im Notfall einen Hilferuf entgegen zu nehmen.
Ich gebe jeder WG diskret meine private Handynummer.

@Vinty:
Durch dieses Angebot meinerseits habe ich eben zu diversen Girls privat Kontakt. Bei manchen hat sich sogar eine Freundschaft entwickelt, welche über meine Pay6-Besuche hinausgeht!
Also sag mir nicht, wie gut ich die Girls kenne! Ich habe tieferen Einblick in diese Welt als manch anderer!

Wie Mistero geschrieben hat, ist die Diskussion eigentlich überflüssig. Niemand kennt alle Etablissements hier in der Schweiz im Detail und kann sagen, wie viele schwarze Schafe es wirklich gibt.
Vielleicht hatte ich mit meinen Besuchen auch nur Glück oder einen guten Riecher. Bei zwielichtigen Orten oder Angeboten halte ich mich konsequent fern.
Mein Tipp: Wer hier mit der Moral- oder Vorwurfskeule schwingen will, soll sich doch politisch für eine striktere Regelung von Prostitution einsetzen, und nicht hier Kunden runterputzen, welche sich Mühe geben dass WGs ihren Job einigermassen respektvoll ausüben können.
#87194 silent1
Für mich persönlich ist klar, dass ich nur private Damen besuchen will (die keinem Druck ausgesetzt sind, ausser dem Druck mehr Geld für sich selber verdienen zu wollen). Das Spektrum der Möglichen weiteren Druckquellen ist gross: puffmutter, Studio Besitzer, Zimmer Vermittler, Organisator , zuhälter, loverboy, Familie ... prinzipiell kann man aber sich auf den Standpunkt stellen, diese weiteren Druckquellen sind zulässig solange sie fair sind (bis auf den loverboy und zuhälter die das unfaire schon im Namen tragen). Die Frage ist nun wie erkenne ich als Kunde weitere druckquellen oder ob sie fair sind. Noch schwieriger wird es dann für den Gesetzgeber die weiteren druckquellen respektive Unfairness mit geeigneten Massnahmen zu unterbinden. Ein verbot der Vermietung von Wohnungen als Sexwork Arbeitsraum wird ja dann auch die privaten Damen Treffen. Kein Vermieter wird die Wohnung an private Damen vermieten. Vielfach schaden die Massnahmen mehr dem gesamten Gewerbe anstatt die anderen druckquellen, das unfaire zu beseitigen. @Vannybunny ich kenne die Massnahmen in GB nicht aber ein verbot der Vermietung von Wohnungen für sexwork ist sicher das falsche.
#87192 natural
Irgendwie haben hier ja alle auf ihre Weise recht. Je nach dem, wo man hinschaut, zeigt sich ein anderes Bild. Niemand hat behauptet, dass in der Schweizer Erotikszene nur ausgebeutet wird. Es gibt auch viele gute und löbliche Beispiele (z.B.Petra). 

Ich finde es aber verantwortungslos, die negativen Beispiele damit zu relativieren. Denn dann bleibt alles beim Alten! Es ist leider eine traurige Tatsache, dass Zuhälterei und Ausbeutung in der Schweiz immer noch grassiert. Ein kurzer Blick in die Polizei-Statistik und in die berüchtigten Millieu-Bezirke in unseren Städten sagt eigentlich alles.
#87191 Mistero
Bei dem Thema fliegen hier aber immer schnell die Fetzen und ich verstehe nicht, weshalb man Erfahrungen oder Empfindungen nicht auch einfach mal stehen lassen kann. Jede oder jeder tut so als kenne man die absolute Wahrheit und Realität. Dabei sieht man lediglich den eigenen Garten und schliesst daraus, dass in anderen Gärten die Pflanzen gleich wachsen. Bei xdate gibt es ja ein Club-Verzeichnis, darin sind über 570 Clubs in der Schweiz aufgeführt. Ich bin mir ziemlich sicher, niemand war schon in jedem von denen oder hat in allen davon gearbeitet. Auch ich war nur einer Handvoll dieser Clubs, teilweise mehrfach, und fand (mit einer Ausnahme) die Atmosphäre angenehm und ungezwungen. Da kann auch einiges gespielt sein, das ist korrekt, es muss aber nicht. Dass es nun in allen 570 Clubs ein Paradies zum arbeiten ist, natürlich nicht. Dass aber in allen 570 Clubs nur ausbeuterische und teuflische Bedingungen herrschen, das kann mir doch auch niemand erzählen. Dabei möchte ich anmerken, dass auch ein Bürojob die Hölle sein kann, wenn das Klima toxisch ist.
#87190 Vinty
Leonidas setzt sich aber gründlich in die Nesseln:
Das ist der grösste Bullshit, den ich je in diesem Forum gelesen habe 🤮
Woher nimmst du dir das Recht, meine Menschenkenntnisse oder meine persönliche Beziehung zu den Girls in Frage zu stellen?!?

Der gepflegte Freier, spricht mit der WG noch ein paar persönliche Worte. Das Klischee hält sich seit 200 Jahren.
Wie freiweillig und wie menschenwürdig ein Club funktioniert, ist mit einem Besuch und ein wenig 'Smalltalk' oder so sicher festtellbar ? oder eventuell doch nicht?

Leoonidas .. mach die Augen auf.. die Frauen sind (fast) alle im Stress.  Es ist selbst die netteste Puffmutter unter ständigem enormen Druck.- ich nenne es mal den Sharholder Value zu halten,, denn die Stakholders und Frischfleisch-Organisatoren und Transporteure sind nicht von der nettesten Sorte.. . den Druck geben sie weiter.. Ich habe beruflich mit einigen WG's zu tun und einige davon sind einigrmassen ok. unterwegs. .aber Alkohol . rauchen..und andere Nettigkeiten sind Trostpfläserli die dann zum ingsamten aber sicheren Aus führen, respektive Stufe um Stufe runter (mit den Preisen und dem Niveau) ..oder zurück nach 'Hause'. (wenn sie Glück hat und da auch noch willkommen ist)

Ja aber die Schweizerinnen die sind doch gaaaanz anders? oder doch nicht? Oder wenigstens die Frauen, die Wohnsitz in der CH haben. oder eventuell auch nicht?

Meine Ansicht oder Einsicht: Es hält sich da die Waage. Sie (die allermeisten) führen ein Doppelleben, in stetiger Panik, dass Verwandte, Bekannte oder Nachbarn ihren 'wahren' Beruf raus finden..
Die Auswirkungen auf Psyche und Würde sind ebenfalls enorm. und sie bezahlen horrende Summen für mikrige Zimmer und Hygiene.. oder super horrende Summen für pasable Räume und Werbung etc.. jeder Freier zählt...

Du wirst davon in einem 'Small Talk' wenig zu hören kriegen.

Die Frauen sitzen in den Clubs/Puffs von PUNKT 10 bis 22 Uhr herum, lassen Freier über sich ergehen und sind sogar froh, wenn DU mit ihnen ein wenig Small talk machst.. da hast du recht.. aber leider ist das eben small.. dieser Talk .. sehr small.. denn Beeg und Deep ist was Anderes
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